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Trauer in der Paartherapie?

Trauer in der Paartherapie?

Posted by on 17.04.2017 in Trennung | 1 Kommentar

In meinen Augen ist das schmerzvolle Thema „Trauer“ in der (Paar)Therapie absolut unterschätzt. Es dürfte nicht verwundern, dass die meisten Menschen zunächst aufgrund von Beziehungskonflikten in psychologische Praxen kommen. Es ist aber ein Trugschluss zu glauben, dass Beziehungen immer nur auf der partnerschaftlichen Ebene stattfinden. Und oftmals verbirgt sich darunter weit mehr. Die wichtigste Beziehung Gehören Sie zu den Menschen, die unter Beziehung auch immer einen Partner vermuten? Ich sehe das anders. Denn, ganz im Gegenteil, Beziehung ist doch alles im Leben, oder? Jeder Einzelne von uns steht in unzähligen Beziehungen zu Freunden, Familie, Partnern, Arbeitskollegen, Haustieren usw. Die Allerwichtigste dabei ist jedoch die Beziehung zu sich selbst. Leider ist diese auch meist des Wurzels Übel, da sie weitestgehend vernachlässigt oder auch verdrängt wird. Unzählige Menschen haben keinen Bezug zu sich selbst und keinerlei Gespür für sich. Deshalb wissen viele auch nicht was sie brauchen, können schlecht Grenzen setzen, überfordern sich nicht selten oder kommen irgendwie fremdbestimmt durchs Leben, weil sie die Verantwortung an andere abgeben.   Trauerblockaden Manchmal haben sie es schlichtweg nicht gelernt oder aber eine traumatische Erfahrung hat dazu geführt, dass die Beziehung zu sich selbst unterbrochen ist. Weil der Verlust einer emotionalen Beziehung im Leben wohl das schmerzhafteste ist, was uns passieren kann, entsteht nicht selten aufgrund von Trennung oder sogar Tod eine Art Trauerblockade. Die entsteht nämlich dann, wenn der Trauer kein angemessener Raum eingeräumt wird. Schon Kindern werden Verluste gerne rasch ausgeredet, weil ihre Traurigkeit die Erwachsenen mitbelastet. Da wird dann schon mal schnell ein neues Haustier angeschafft, um die Trauer husch husch zu verjagen. Aber verdeckte Trauer sucht sich immer ihren Weg. Wenn nicht heute, dann morgen und das umso massiver. Natürlich spielt der Umstand einer Trennung oder des Todes eine große Rolle dabei. Letztendlich ist es therapeutisch gar nicht so wichtig, ob es um den Verlust eines Elternteils oder Geschwisters oder um die oft als Familiengeheimnis gehüteten Fehlgeburten, Abtreibungen oder Suizide geht. Die wichtigste Arbeit ist dann, erstmal Raum zu schaffen und sich mit der Trauer zu beschäftigen, um dann den Verlust ins Leben integrieren zu können. Das wirkt sich auf eine Beziehung auch immer aus und nicht selten lösen sich...

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Ghosting oder Benching?

Ghosting oder Benching?

Posted by on 21.01.2017 in Aktuelles | Keine Kommentare

Ghosting und Benching sind zwei neue Namen für zwei alte Phänomene. Zugegeben, beides keine feine englische Art, auch wenn sie so klingen mögen. Der Ghost ist derjenige, der sang- und klanglos in den Tiefen der Großstadt oder des Internets verschwindet. Der Bench hingegen lässt den anderen nicht völlig fallen, sondern „nur“ am ausgestreckten Arm verhungern. Er schiebt den vermeintlichen Partner auf die lange Bank – daher der Name (to bench). Benching ist heutzutage bei den jungen Leuten gang und gebe, allerdings wissen dann (hoffentlich) auch beide Parteien davon und akzeptieren die Regeln. Wenn man die Spielregeln nämlich nicht kennt, dann kann´s ganz schön schmerzhaft werden. Hier geht´s zum Artikel …   Sharen...

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Barbie oder Frau?

Barbie oder Frau?

Posted by on 24.08.2016 in Allgemeines | 1 Kommentar

So stellen sich Männer ihre Traumfrau vor (und das ist für uns Frauen ein Albtraum;-)): Blond, blauäugig, schlank, nicht größer als 1,70 m, sie sollte gepflegt sein, emotionale Intelligenz aufweisen und gut kochen können. Viel Spaß beim Backen, liebe Männer! Hier geht´s zum Artikel … Sharen...

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Große Altersunterschiede in Beziehungen

Große Altersunterschiede in Beziehungen

Posted by on 25.03.2016 in Aktuelles | 2 Kommentare

Gibt es einen optimalen Altersunterschied in Partnerschaften? Haben Menschen, die eine hohe Altersdifferenz zu ihrem Partner aufweisen, auch automatisch ein tieferliegendes Problem? Woran denkst Du spontan und vor allem ganz ehrlich, wenn Du von einem Paar hörst oder es sogar siehst, bei dem ein sichtbarer Altersunterschied besteht? Hast du Vorurteile gegenüber diesen Paaren und wenn ja, welche? (Hier sei erwähnt, dass diese auch eine Menge über Dich selbst aussagen …;-)) Ich habe mit der sympathischen Lisa-Marie Betzl ein Interview geführt, woraufhin es ihr gelungen ist, das Dauer-Klischeethema „Altersunterschiede in Beziehungen“  wunderbar leicht und locker auf den Punkt zu bringen. Vielen Dank dafür! Hier geht´s zum Artikel … Sharen...

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Die neue Lustpille für die Frau

Die neue Lustpille für die Frau

Posted by on 24.08.2015 in Aktuelles, Sexualität | 1 Kommentar

Schon lange ist die Forschung dran am Thema Lust und nun ist es endlich soweit – die Lustpille für die Frau ist auf dem Markt. Zwar noch nicht bei uns erhältlich, aber wie bei vielem sind die USA mal wieder Vorreiter und in absehbarer Zeit wird sich auch die deutsche Pharmaindustrie die Wahnsinnsgewinne nicht durch die Lappen gehen lassen.   Lustlos sind nicht nur die Frauen Sexuelle Lustlosigkeit ist der häufigste Grund, warum Menschen in meine Praxis kommen. Übrigens sowohl Frauen als auch Männer. Und ob man es glaubt oder nicht, Viagra hilft bei weitem nicht jedem Mann bei seinen Problemen. Denn, anders als es bei der Frauenpille zu sein scheint,  verschafft Viagra keine Lust, sondern lediglich „Standfestigkeit“. Immerhin. Fürs Nicht-Können gibt es  bei den Männern seither eigentlich keine Ausrede mehr. Nach der Modediagnose AD(H)S, die viel zu vielen Kindern, vorwiegend Jungs, übergestülpt wird und einer häufig damit verbundenen Medikamentengabe durch Ritalin & Co., gibt es jetzt einen neuen Renner. Man will uns weismachen, weil das Wollen über dem Können liegt, dass das Problem Lustlosigkeit nun der Vergangenheit angehöre. Endlich kann die Beziehung wieder rund laufen und alle sind happy. Weit gefehlt, denn die Pille mit dem niedlichen Namen „Addyi“ soll nur etwa jeder zehnten Frau helfen. Das erschließt sich mir noch nicht, denn was es mit den verbleibenden neun auf sich hat, keine Ahnung. Der Addyi-Wirkstoff wirkt ähnlich wie ein Antidepressiva im Gehirn auf die Frauen-Psyche ein und muss täglich eingenommen werden, also nicht nach Bedarf wie beim Männer-Mittelchen. Ein enormer Aufwand und mit Sicherheit ein auch Kostenfaktor. Von den ganzheitlichen Auswirkungen auf die Konsumentin ganz zu schweigen. Irgendwie schon komisch: Mann stülpt sich bei Bedarf ein Kondom über, Frau nimmt halblebenslänglich die Anti-Babypille. Mann nimmt bei Bedarf ein blaues Pillchen ein und Frau -wieder lebenslänglich- Addyi, aber das ist sie wahrscheinlich bereits gewohnt. Das klingt nach Ungleichgewicht.   Aus der sexualtherapeutischen Praxis Viele Menschen klagen über Lustlosigkeit, freundlicher ausgedrückt: Störung der sexuellen Appetenz. Nach meiner Erfahrung gibt es dafür immer Ursachen. Diese jedoch sind so vielfältig und vielschichtig, wie nur Menschen es sein können. Manchmal sind schlechte Erfahrungen für sexuellen Rückzug verantwortlich oder alte, unverheilte Verletzungen in der Partnerschaft, die nicht kommuniziert wurden, sondern sich oft in mangelnder bzw. fehlender Sexualität zeigen. Besonders anfällig für Verletzungen ist die Zeit...

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